Umwelt- und Klimaschutz sind nicht nur Themen für die große Politik, sondern fängt bei jedem Einzelnen an. Wer das Fahrrad statt dem Auto nutzt, schont Klima und Umwelt. Leider gibt es auf dem Fahrrad keine Knautschzonen und Sicherheitssysteme, es kann schneller zu Verletzungen und anderen Notfällen kommen. Das sollte für uns und unsere Teilnehmer kein Grund sein, das Rad zu Hause stehen zu lassen, sondern gerade der Grund an der geführten Radtour zum Thema Erste Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes Eberswalde teilzunehmen. Unser Ziel war es, auf einer ca. 10 km langen Strecke die wichtigsten Inhalte der Ersten Hilfe zu wiederholen.

Experten und Ausbilder aus Sanitäts- und Rettungsdienst sollten Tipps geben, kleine Tricks verraten und erklären worauf es ankommt, um Anderen und sich im Notfall helfen zu können.

Die Strecke führte entlang des Treidelwegs, dann entlang der Boldstraße zum „baff“. Von der Schwimmhalle aus, ging es durch das Waldgebiet am „Drehnitzgraben“ zum zoologischen Garten Eberswalde und weiter zum Wald-Solar-Heim. Im letzten Teil der Tour ging es entlang der Brunnenstraße, durch den Park am Weidendamm zum Marktplatz.

Entlang der Strecke waren acht Stationen aufgebaut, an denen die Teilnehmer folgende Schwerpunkte vermittelt bekamen. Die Stationen hatten folgende Schwerpunkte:

  • Betreuung/Wärmeerhalt und Absetzen eines Notrufs
  • Bewusstlose Person,
  • Reanimation,
  • Wundversorgung,
  • Umgehen mit Frakturen/Stürzen, und
  • Abschluss (komplexes Fallbeispiel).

Am 07.09.2019 um 11:00 Uhr war es soweit. Eine Gruppe von insgesamt elf interessierten Bürgerinnen und Bürgern Eberswalde waren angetreten, die zehn Kilometer unter die Räder zu nehmen, sich hinzuknien und das Heft des Handelns an den eingerichteten Stationen zu übernehmen. Methodisch war der Aufbau der Stationen durchdacht und begann oberhalb der Schwimmhalle mit einer vergleichbar einfachen Übung, dem Wärmeerhalt und der Betreuung. Diese Station nahmen wir zum Anlass auch gleich  die Kenntnisse zum Absetzen eines Notrufes zu reaktivieren und dies zu üben. Einige der Teilnehmer kamen hier seit langer Zeit mit dem Prinzip "Ansehen, Ansprechen und Anfassen" in Berührung. Bereits hier kamen durch die Teilnehmer Fragen zur Bewältigung derartiger Lagen im Alltag, die durch unsere Stationsbetreuerinnen und -betreuer in allen Fällen zumeist umfassend beantwortet werden konnten.

An allen weiteren Stationen wurden unsere Radlerinnen und Radler gefordert, dass an der davor reaktivierte oder aber auch neu erlernte Wissen einzusetzen, um die Übung mit unseren Unfalldarstellern zu meistern und diese zu versorgen.

Große Aufmerksamkeit schenkten unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Station im Schatten des Wolfsgeheges unseres heimischen Zoos. Hier wurden die angrenzend untergebrachten Tiere des Zoos öfter durch den Ruf "Hilfe, eine bewusstlose Person" aus ihrer Mittagsruhe gebracht. Dieser Ruf aktivierte nicht nur die Tiere sondern auch den einen oder anderen Besucher des Zoos, der auf dem Weg zum Eingang des Zoos war. Interessierte Zaungäste sozusagen. Aufgebaut hatte sich am Wolfsgehege Thomas Willi von der Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH. Thomas Willi nahm den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tour in seiner unnachahmlichen und sehr ansprechenden Art und Weise der Wissensvermittlung zunächst bestehende Ängste vor der Herz-Lungen-Wiederbelebung und des Einsatzes des AED. Bereits an diesem Punkt der Tour reifte in einigen Teilnehmern der Gedanke, ich werde zeitnah einen neuen Erste Hilfe Kurs für mich und zur Hilfeleistung für andere besuchen. An der Station am Zoo stattete uns der Landrat des Landkreises Barnim, Herr Daniel Kurth, einen Besuch ab und lobte das Engagement des DRK Ortsverbandes Eberswalde für die Gemeinschaft hier in Eberswalde.

Die letzte Station wurde durch die Kameradinnen und Kameraden mit einem Verletztendarsteller im Park am Weidendamm, gegenüber des ehemaligen Polizeipräsidiums in der Pfeilstraße, aufgebaut und unter Einbindung der Zuschauer und Teilnehmer der Tour „abgearbeitet“.

Im Zusammenhang mit der durchführten Stadtradeltour zum Thema Erste Hilfe möchte ich mich namentlich bei Thomas Willi (Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH), den Kameradinnen und Kameraden Sophie-Charlotte Prasse, Heide Prasse, Kerstin Felletschin-Hinz, Sabine Platz, Tanja Sanders, Frau Fritsche, Till Hoffmann, Christian Mann, Larsen Drummer sowie unseren kleinen Verletztendarstellern (alle aus der Schwimmgruppe des Kameraden Axel Hoffmann) bedanken. Ohne euch alle wären solche Veranstaltungen nicht möglich. DANKESCHÖN!!!

Zum Schluss möchte ich eine Aussage eines Teilnehmers zitieren: "Eine tolle Veranstaltung. Ich werde dafür werben. So etwas soll und muss Bestand haben und fortgesetzt werden."

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