Seit geraumer Zeit wurde er immer wieder thematisiert – der Waldbrand bei Jüterbog/Frankenförde. Der RBB berichtete in Sondersendungen über ihn. Ca. 800 ha Wald brannten über eine Woche lang, der Schaden immens, möglicherweise nicht zu beziffern – am 06.06.2019 wurde durch die eingesetzte Einsatzleitung der Katastrophenfall ausgerufen. Hilfe rollte an. Unterstützung durch die Brandschutzeinheiten (BSE) aller Landkreise wurde in die Wege geleitet. Am 06.06.2019 wurde die BSE des Landkreises Barnim für den Zeitraum vom 07.06.2019/09:00 Uhr bis zum 08.06.2019/09:00 Uhr angefordert. In diesem Zusammenhang wurde die Erweiterung der BSE das Landkreises Barnim um den Gerätewagen Versorgung und einen Krankentransportwagen Typ B (KTW B) vorgesehen.

Die Besatzung des Gerätewagens Versorgung wurde durch die Kameradinnen und Kameraden der Johanniter, die Besatzung des KTW wurde durch Kameradinnen und Kameraden des DRK Ortsverbandes Eberswalde gestellt. An dieser Stelle möchte ich mich bei der Kameradin Sophie-Charlotte Prasse, Till Hoffmann und Larsen Drummer bedanken. Alle drei machten eine professionelle Unterstützung der BSE, durch zum Teil Umplanung ihres eigenen Lebensplanes für diesen Zeitraum möglich. Larsen Drummer verschob einen dienstlichen Termin vom Freitag auf die nächste Woche, Sophie-Charlotte Prasse und Till Hoffmann nahmen die Strapazen des Einsatzes nach einem Tag in der Schule, bei Studium und einer langen Fahrt von Hamburg nach Eberswalde in Kauf, um für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr im Falle des Falles da zu sein. Dieser Fall trat, zum Glück aller, nicht ein und es blieb Zeit allen anderen Beteiligten des Löscheinsatzes mal über die Schulter zu schauen und das Zusammenwirken zu erleben.

Dazu gehörte die Einrichtung der Schnelleinsatzgruppe Führung (SEG Fü) auf dem durchweg mit Schafkacke gespickten Bereitstellungsraum an der Grenze zum Waldbrand. Weiterhin war es für alle interessant die Arbeit des Technischen Hilfswerkes, Technik und Logistik, zu beobachten, die nicht nur die Verpflegung für die Einsatzkräfte herbei schaffte und verteilte sondern auch dann in der Nacht für Licht im Wald und an den unmöglichsten Orten, an denen die Feuerwehr dieses haben wollte, sorgte.

Interessant über den gesamten Tag hinweg (bis zum Einbruch der Dunkelheit) war der Einsatz des Löschhubschraubers der Bundespolizei mit seinem knapp über 1.900 Liter fassenden orangefarbenen Bamby Bucket, der immer wieder aufstieg und seine Runden vom aufgestellten „Pool“ über den mit Glutnestern „verseuchten“ Wald drehte. Im Laufe des Tages wurde der Einsatz des Löschhubschraubers durch einen Eurocopter 135 der Landespolizei Brandenburg mit Wärmebildkamera ergänzt, der immer wieder Bilder zur Beurteilung der Lage lieferte und den Einsatz der Löschkräfte am Boden und aus der Luft zielgerichtet gestaltete.

Nachdem bereits am Donnerstagabend nach Regenfällen eine Entspannung im Waldbrandgebiet gemeldet wurde, verschärfte sich die Lage in der Nacht zum Samstag wieder. Gegen 02:30 Uhr gingen von verschiedenen Löschtrupps Meldungen per Funk ein, dass der auflebende Wind die Glutnester an einigen Stellen anfachte und durch Funkenflug benachbarte Waldstücke in Brand gerieten. Durch die SEG Fü des Landkreises Barnim wurde auf die Lageentwicklung umgehend reagiert. Es wurden weitere Kräfte angefordert und in einem eigenen Einsatzabschnitt eingesetzt.

Trotz des Umstandes, dass unsere Kameradin und unsere Kameraden nichts zu tun bekamen, war es ein lehrreicher und kurzweiliger Einsatz. Gerne stehen wir wieder für unsere Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr bereit, den besser man hat, als man hätte eine sanitätsdienstliche Versorgung vor Ort.

 

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