Am 26.08.2017 fand es statt, das Event der Uckermark an einem See in der Uckermark, frei von jeglichen Störungen durch Handynetze – das „Energie Open Air 2017“ der Stadtwerke Angermünde und des Kulturverein e.V. Angermünde. Bereits seit der Erteilung des Auftrages an den DRK Ortsverband Eberswalde überschlugen sich die Gedanken an die Vorbereitung und Durchführung des Events, mit immerhin 6.000 erwarteten Besuchern, im Kopf des „Planers“ des Ortsverbandes Eberswalde. Fragen, wie stellen wir uns auf, was führen wir mit, wie werden wir vor Ort agieren…, eigentlich alles Dinge, die man theoretisch in der Ausbildung hatte.

Ja, nun aber stand der große Bruder von „Theo Retisch“, der „Prak Tisch“ vor der „Tür“ und wollte von uns betreut werden. Also Gedanken ordnen und planen … Schritt für Schritt. Die ersten Gedanken nahmen Gestalt an und man kam zum Schluss, mal mit den Kameraden aus Angermünde Kontakt aufzunehmen, das Vorhaben zu erläutern und um Unterstützung zu bitten. Dies war nicht ganz ohne Hintergedanken. Die Zusammenarbeit über die Kreisverbandsgrenzen hinweg zu initiieren, die Kameradinnen und Kameraden der Bereitschaft Angermünde kennezulernen, auf Kräfte und Mittel von vor Ort zurückzugreifen und letztendlich den Einsatz zu einem gemeinsamen „Übungs/Einsatz“ unter realen Bedingungen werden zulassen, das war der Plan.

Dank der Bereitschaft der Kameradinnen und Kameraden aus Angermünde und der Zustimmung des Geschäftsführers der DRK Kreisverbandes Uckermark Ost, Herrn Viert, wurde eine Zusammenarbeit aus der „Taufe“ gehoben, von denen letztendlich alle profitiert haben.

Am Einsatztag war es Maßgabe des Veranstalters, dass die sanitätsdienstliche Absicherung bis spätestens um 15:00 Uhr (Beginn des Einlasses) stehen sollte. Unsere einegesetzten Kameradinnen und Kameraden begannen gemeinsam mit dem Aufbau des Behandlungszeltes und eines Personalzeltes um 13:00 Uhr und waren um 14:00 Uhr mit dem gesamten Aufbau und dem Parken der Fahrzeuge fertig. Die „Klarmeldung“ an die, den gesamteinsatzführende Feuerwehr Angermünde, erfolgte um kurz nach 14:00 Uhr. Staunen bei den Kameraden der „roten Zunft“ ob der gezeigten Professionalität machte sich breit. Seitens des Einsatzleiters für die sanitätsdienstliche erfolgte die Einweisung der Kräfte aus Angermünde und Eberswalde in die Lage, das Veranstaltungsgelände sowie in das Prinzip und die Arbeitsweise der Erstversorgungsteams. Darüber hinaus erfolgte durch einen Kameraden aus Eberswalde eine Kurzeinweisung in die „Geheimnisse“ des Digitalfunks.

Um 15:00 Uhr öffneten sich die zwei Eigänge zum Veranstaltungsgelände und der Strom der Besucher ergoß sich zunächst unaufhaltsam auf das Veranstaltungsgelände am Wolletzsee. Damit begann die Zeit des möglichen Einsatzes unserer Kameradinnen und Kameraden aus Angermünde und Eberswalde und das Warten auf Patienten. Aus den Vorjahren waren einige der dann später eintreffenden Szenarien bekannt. Es sollten uns Schnittverletzungen, Insektenstiche und vor allem betrunkene und nicht orientierte Personen, zu später Stunde, erwarten. Insgesamt hatten wir im Zeitraum von 16:00 Uhr bis 01:00 Uhr 17 Einsätze abzuarbeiten. Die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug pro Patient ca. 25 bis 40 Minuten, je nach Grad der Verletzung bzw. der Menge des konsumierten Alkohols. Im Fall eines 17-jährigen Mädchen entschlossen wir uns einen Rettungswagen hinzuziehen und die Patientin in ein Krankenhaus bringen zu lassen. Um 20:35 Uhr erhielt die Einsatzleitung einen Hinweis, dass im Wolletzsee möglicherweise eine leblose Person treibt. Eine Aufklärung im Zusammenwirken ergab, dass es sich bei dem im Wasser treibenden Gegenstand lediglich um eine losgerissene Boje handelte.

Gegen 01:00 Uhr verließen die meisten der Besucher des „Energie Open Air 2017“ das Veranstaltungsgelände. Dies erfolgte ohne weitere Zwischenfälle. Um 02:15 Uhr war der gesamte Behandlungsplatz gemeinsam abgebaut und die beiden Einheiten aus Angermünde und Eberswalde abmarschbereit. Kurz bevor die Kameradinnen und Kameraden aufsitzen konnten, richtete der Einsatzleiter ein großes Lob an alle Beteiligten und bedankte sich bei allen eingesetzten Kräften.

Bereits kurz vor Abschluss und auch nach der Veranstaltung erreichten uns Meinungen zu unserem gemeinsamen Einsatz, die bislang nur positiv waren.

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